Bewerbung

Diese 11 Bewerbungsmythen solltest du schnell vergessen!

Heutzutage sind hunderte Artikel für die perfekte Bewerbung nur ein paar Klicks entfernt. Sie alle haben gemeinsam, dass sie sich widersprechen. Woher kommt diese Verwirrung? Und welche Ratschläge sollten wir als Bewerbungsmythen missachten? 

Mit der Arbeitswelt hat sich auch der Bewerbungsprozess gewandelt. Die Regeln für Bewerbungen ändern sich mit der Zeit: Was früher einmal ein nützlicher Rat war, ist heute möglicherweise veraltet. Hier sind unsere 11 Bewerbungsmythen, die in heutigen Zeiten nicht mehr funktionieren. 

#1: Warte auf die Antwort des Unternehmens

Der Gedanke: „Wenn man nach ein paar Wochen noch immer keine Rückmeldung vom Unternehmen hat, wird die Stelle wohl schon besetzt worden sein.“

Tatsächlich schaffen es Personaler durch ihren vollen Terminkalender häufig erst nach 1-2 Monaten, auf die Bewerber zurückzukommen. Dass du noch nichts gehört hast, muss also nichts bedeuten - auch wenn es sich wie eine Ewigkeit anfühlt.

Die Meinung der Personaler ist geradezu einstimmig: Du solltest aktiv nachfragen, wie es um deine Bewerbung steht. Also nimm die Kommunikation selbst in die Hand! Ein guter Zeitpunkt dafür ist nach etwa 2 Wochen.

#2: Der qualifizierteste Bewerber bekommt die Stelle

Einer vereinfachten Logik nach sollte stets der Bewerber den Zuschlag für den Job bekommen, der dafür am besten qualifiziert ist. Doch obwohl die Ausbildung und die Fähigkeiten mit den Anforderungen des Jobs abgeglichen werden, hören viele Personaler bei der Bewerberauswahl stark auf Ihr Bauchgefühl!

Das Bauchgefühl steht für die nicht direkt sichtbaren Qualitäten: Soziale Kompetenz, die Passung zwischen der Persönlichkeit und der Unternehmenskultur, Motivation etc.

#3: Du musst alle Anforderungen in der Job-Beschreibung erfüllen

In Punkt 2 schon beschrieben: Die zertifizierten Fähigkeiten sind nicht die einzigen Entscheidungsmerkmale, nach denen ein Personaler den zukünftigen Mitarbeiter auswählt.

Ob sich die Bewerbung lohnt ist leicht zu erkennen, wenn das Anforderungsprofil in „Must Haves“ und „Nice to Haves“ unterteilt wird. Wenn keine Unterteilung vorhanden ist: Auch wenn du ein oder zwei Punkte der Anforderungen nicht erfüllst - wenn du dich bewerben willst, dann solltest du es auf jeden Fall probieren!

#4: Dein Selbstbewusstsein sollte jedes Fass zum Überlaufen bringen

Ob es nun um deinen Text im Anschreiben oder deine Performance im Bewerbungsgespräch geht - häufig wird dir geraten, dich selbst zu vermarkten. Mit mehr als einer Prise Selbstbewusstsein.

Hier sollte man aber aufpassen: Selbstbewusstes Auftreten kann schnell ins Unangenehme abrutschen, wenn es aufgesetzt ist. Wenn deine Authentizität und Sympathie darunter leiden. Niemand will jemanden einstellen, der schon alles weiß, keine Hilfe benötigt und dessen Nase schon von der ganzen Selbstbeweihräucherung juckt. 

Vertrete dich selbstbewusst - aber realistisch. Trage nicht zu dick auf, sondern vertraue deiner authentischen, ehrlichen Seite.

#5: Hobbys gibt man im Lebenslauf nicht mehr an

Hobbies im Lebenslauf sind ein zweischneidiges Schwert. Wenn Sie absolut nichts mit dem Job zu tun haben, dann lass sie lieber weg. Wenn du allerdings Klavier spielst und dein Job erfordert Taktgefühl und Kreativität? Dann kann es nicht schaden, es zu erwähnen. Vor allem zeigst du damit ein Stück deiner Persönlichkeit! Ein riesiger Gewinn für ein ansonsten sehr förmliches Dokument.

#6: Der Lebenslauf darf nicht länger als eine Seite sein

Die Länge deines Lebenslaufes auf eine Seite zu beschränken macht keinen Sinn, wenn du dann die Hälfte deines Lebens auslassen musst. Eine zweite Seite ist vollkommen in Ordnung, wenn deine Lebenserfahrung dies hergibt. Für Berufseinsteiger dürfte eine Seite aber ausreichen.

#7: Lass die Details weg

Es ist richtig, dass du deinen Personaler nicht mit künstlich ausgedehnten Bewerbungsunterlagen langweilen sollst. Die Frage besteht aber darin, welche Details es wert sind für den Platz in deinem perfekten Anschreiben. Wenn ein bedeutsamer Zusammenhang zu dem Job besteht, dann darf auch Detail vorkommen. Wenn es eine persönliche Note trägt, umso besser.

#8: Betone deine vielseitige Einsetzbarkeit

Im ersten Moment erscheint es sinnvoll, deine unzähligen Fähigkeiten und Qualifikationen aufzuzählen. Zumindest wenn du dich für einen Job mit der Aufschrift „Mädchen für Alles“ bewirbst. Die Personaler müssen einen spezifischen Arbeitsplatz mit spezifischen Anforderungen besetzen. Sie suchen also nach jemandem mit spezifischen Fähigkeiten! 

Je stärker du dein breites Fähigkeitsspektrum betonst, desto weniger wirst du als Fachkraft wahrgenommen. Im Marketing spricht man Positionierung: Je spezifischer du dich positionierst (also dich auf eine Fähigkeit konzentrierst, die anderen weglässt), desto besser passt du für den Job.

#9: Erzähle nicht, dass du dich gleichzeitig bei anderen Unternehmen bewirbst

Es ist vollkommen unrealistisch, dass man sich auf ein Unternehmen nach dem anderen bewirbt. Und das wissen die Personaler auch. Wenn du nach deinem Bewerbungsstatus gefragt wirst, ist also Ehrlichkeit angesagt. Und das bringt zusätzliche Vorteile: Welchen Kuchen willst du lieber essen? Den Kuchen, von dem noch ein ganzes Blech im Ofen ist, oder den, auf den schon 3 andere ihren Blick drauf geworfen haben? Weiß der Personaler von deinen Affären mit anderen Unternehmen, steigt also dein Marktwert, und somit deine Verhandlungsposition!

#10: Möglichst viele Bewerbungen sind der beste Weg zu einem Job

„Bewerbungen sind auf der einen Seite nur eine Frage der großen Zahlen. Bewirbst du auf 100 statt 10 Jobs, ist die Wahrscheinlichkeit für einen Job höher.“ 

Das Gegenteil ist der Fall: Wenn du nicht nur irgendeinen Job haben willst, solltest du lieber auf wenige Bewerbungen setzen - diese aber dann mit 100% Qualität. Eine erfolgreiche Bewerbung kostet mehr Zeit. Individuelle, auf das Unternehmen zugeschnittene Bewerbungen haben eine deutlich höhere Erfolgschance als Muster-Bewerbungen, deren Text auch auf jedes andere Unternehmen passen würde.

#11: Initiativbewerbungen sind sinnlos - wenn ein Unternehmen gerade nicht einstellt, kann ich mich nicht bewerben

Wenn ein Unternehmen nicht direkt auf seiner Homepage den riesigen, rot-blinkenden Bewerbungs-Button hat… kannst du dich trotzdem bewerben! Initiativbewerbungen sind natürlich ungewiss, und du könntest leicht mit einem Satz „Wir stellen gerade nicht ein“ abserviert werden. Aber wenn du unbedingt bei diesem Unternehmen arbeiten möchtest, solltest du auf jeden Fall eine Initiativbewerbung wagen.

Wenn du echtes Interesse zeigst, stehen die Chancen für ein Informationsgespräch gut. Und wenn es auch zu keinem Stellenangebot führt, vergrößerst du zumindest dein berufliches Netzwerk. Zusätzlich hast du eine Kontaktperson im Unternehmen, die deinen Namen kennt. Vielleicht entwickelt sich ein halbes Jahr später etwas daraus…

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