Schlüsselwörter Bewerbung

Schlüsselwörter in der Bewerbung – Diese Worte öffnen Türen!

Schlüsselwörter in der Bewerbung zu verwenden gehört mittlerweile zum Bewerbungs-1x1. Früher - in den Zeiten von Bewerbungsmappen mit Schwarz-weiß-Fotos - haben Schlüsselwörter zwar auch schon funktioniert, da aber inzwischen der Großteil aller Bewerbung elektronisch erfolgt, werden sie um ein Vielfaches wichtiger!

Denn das Internet funktioniert über Schlüsselwörter (oder besser: „Keywords“). Wenn du in der Suchleiste nach Winterreifen oder Nike Flip-Flops suchst, nutzt du Schlüsselwörter. Und die Website, auf der du dann landest, hat die Schlüsselwörter auf ihrer Seite eingebaut, damit du sie finden kannst. Finden und gefunden werden.

Schlüsselwörter verbinden – und das gilt auch für die Bewerbung. Ob für das Anschreiben, den Lebenslauf oder das Bewerbungsgespräch- es gilt: Schlüsselwörter öffnen Türen!

Warum sind Schlüsselwörter für die Bewerbung wichtig?

Nachdem ich in der Schule 6 Jahre lang von der gleichen Englischlehrerin unterrichtet wurde, habe ich am Ende nur noch Bestnoten geschrieben – obwohl ich nicht einen vernünftigen englischen Satz produzieren kann.

Wie habe ich das geschafft?

Mit der Zeit habe ich erkannt, dass meine Englischlehrerin in den Klausuren immer die gleichen Wörter unterstreicht: Die Verbindungswörter, die einen Satz zum nächsten überleiten. Da habe ich natürlich meine Klausuren mit genau diesen Wörtern überhäuft – und damit den grünen Marker meiner Englisch-Lehrerin bezwungen!

Dies funktioniert natürlich nicht immer so reibungslos – und je mehr Zeit der Personaler für deine Bewerbungsunterlagen hat, desto weniger funktioniert es. Da Personaler grundsätzlich wenig Zeit haben – und für jede Bewerbung durchschnittlich 2-5 Minuten aufwenden – kannst du mithilfe von Schlüsselwörtern ebenfalls Punkte einfahren!

Größere Unternehmen, die sich vor Bewerbungen kaum retten können, arbeiten den Bewerbungsstapel häufig mithilfe von Algorithmen ab. Diese suchen deine Bewerbung vor allem nach den richtigen Schlüsselwörtern ab – fehlen sie, bist du raus. Ganz automatisch.

Natürlich zählt letztendlich der Inhalt deiner Bewerbung mitsamt deinen Fähigkeiten, Qualifikationen und Erfahrungen. Trotzdem liefern Schlüsselwörter ein erstes Indiz dafür, ob du die Herausforderungen der Stelle begreifst und ihnen gewachsen bist.

Schlüsselwörter sind also kein Allheilmittel. Deine Chancen auf den Job erhöhen sie jedoch allemal!

So sehen sie aus: die Schlüsselwörter

Damit du schnell ein Verständnis dafür bekommst, was Schlüsselwörter sind und wie sie aussehen, hier ein paar Beispiele:

  • Strategische Planung
  • Neue Medien
  • Teamentwicklung
  • Kundenbindung
  • Langfristige Planung
  • Kostenreduktion

Auch Adjektive, also Eigenschaften, können die Wirkung von Schlüsselwörtern entfalten:

  • Diszipliniert
  • Loyal
  • Kreativ
  • Sozial engagiert
  • Innovativ

So identifizierst du die richtigen Schlüsselwörter!

Leider gibt es nicht die Schlüsselwörter, die immer gut ankommen. Je nach Unternehmen, Gesprächspartner, Besonderheiten der Stelle und notwendigen Fähigkeiten entscheidet sich, welche Wörter wichtig sind.

Es ist vorteilhaft, dass du hochkreativ bist! Aber für den Posten als Steuerberater leider irrelevant. Du bist strukturiert und folgst diszipliniert den Vorgaben deines Vorgesetzten? Für die Forschung und Entwicklung bei Apple und ihrem „Think Different“-Motto wirst du wahrscheinlich nicht infrage kommen. Du bist führungsstark und sozial kompetent? Bingo – die Stelle als Projektleiter gehört dir!

Hier sind 4 Wege, mit denen du die richtigen Schlüsselwörter entdeckst.

Ein Fest der Schlüsselwörter

Am Anfang deiner Recherche solltest du dir die Stellenanzeige vornehmen: Dort werden dir die wichtigsten Schlüsselwörter auf dem Silbertablett serviert. Die ausgeschriebenen Anforderungen geben dir direkt die passenden Schlagwörter, die du dann in dein Anschreiben, Lebenslauf und auch im Bewerbungsgespräch einflechten kannst. Bonus-Tipp: Häufig sind die Anforderungen nach Wichtigkeit von oben nach unten geordnet.

Manchmal stellt das Unternehmen nur wenige Informationen bereit. Oder du bewirbst dich initiativ, in diesem Fall stehen gar keine Informationen bereit.

Dann bietet sich als Alternative an, dass du dir die Schlüsselwörter aus deiner Stärkenliste heraussuchst – also ein allgemeines Kompetenzprofil erstellst. Dieses kannst du noch auf das jeweilige Unternehmen anpassen. So hast du trotz weniger Informationen starke Schlagwörter parat, die du in deine Bewerbung einbauen kannst.

Dem Online-Marketing-Team des Unternehmens danken

Jedes Unternehmen spürt den Druck, online aktiv zu werden. Die meisten haben mehrköpfige Marketing-Teams, die sich ausschließlich um den Internetauftritt des Unternehmens kümmern.

Eine Recherche lohnt sich: Häufig kannst du Informationen zu Visionen, Unternehmenszielen und momentanen Herausforderungen finden. Und gleichzeitig eine Menge passender Schlüsselwörter!

Branchentrends, Berufsverbände und News

Branchentrends, Artikel von Berufsverbänden und aktuelle News zeigen dir die neusten Veränderungen und Herausforderungen der Branche. Das Unternehmen, auf welches du dich bewirbst, unterliegt wahrscheinlich diesen Veränderungen – und stellt häufig gerade deswegen Personal ein. Kennst du die Herausforderungen, kennst du die Schlüsselwörter.

Jede Generation lebt nach bestimmten Werten

Wir unterteilen gerne in Generationen: Generation X, Generation Y, 68er, Baby-Boomers… Und jede Generation hat ihre eigenen Wertvorstellungen wie Loyalität oder Kreativität. Sprich die Werte des Personalers an, und du ziehst ihn auf deine Seite.

Wertmodelle nach Altersklassen:

20-30 Jahre: Individualität und Selbstverwirklichung/Sinn

30-50 Jahre: Kreativität und Work-Life-Balance

50-70 Jahre: starkes Leistungsmotiv

70-90 Jahre: Loyalität

Lesenswert: 10 psychologische Tricks, um im Vorstellungsgespräch zu überzeugen!

Was hat er gerade gesagt?

Wenn du im Vorstellungsgespräch genau zuhörst, kannst du die Schlüsselwörter herausfinden, auf die dein Gesprächspartner anspringt. Denn er benutzt sie selbst.

Natürlich sollst du nicht alles wiederholen, was der Personaler gerade gesagt hat – aber seine Wortwahl gibt dir einen starken Hinweis darauf, welche Wörter ihm wichtig sind.

So wendest du Schlüsselwörter richtig an

Schlüsselwörter funktionieren besser, wenn man sie natürlich mit den umliegenden Wörtern verbindet. Deswegen: Die Schlüsselwörter bei deiner Recherche nicht einfach nur wahrnehmen, sondern aufschreiben – und dann mit deinen Erfahrungen, Fähigkeiten und Qualifikationen so verbinden, dass du das Schlüsselwort in einen Kontext bringst.

So könnte dies aussehen:

  • Eigenständiges Lernen: Fernstudium abgeschlossen; zuhause Spanisch gelernt
  • Sozial engagiert: Klassensprecher-Karriere; freiwilliges Soziales Jahr; politische Meinung
  • Zukunftsorientiert: Smart-Home; Weiterbildungen im Online-Marketing; Elon-Musk Fan

Grundsätzlich gilt: Mit Schlüsselwörtern sollte man nicht übertreiben. Der Inhalt steht im Vordergrund – und niemand möchte inhaltsfreie Worthülserei. Zu viele Schlüsselworte sind schädlich – gar keine sind eine Katastrophe!

Bereitest du dich gerade auf dein Vorstellungsgespräch vor? Klicke dich durch unseren Blog für weitere Tipps rund um den Bewerbungsprozess!

 

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