Welchen Weg soll ich einschlagen?

Berufliche Veränderung: Ist es zu spät?

Berufliche Veränderung: Wann ist es zu spät für den Jobwechsel?

Berufliche Veränderung mit 30? 40? 45? 70?

Wann ist es zu spät dafür? Und gibt es überhaupt ein „zu spät“, wenn man so unglücklich im Job ist, dass das ganze Leben den Fluss runter zu gehen scheint?

Die Antwort ist wie immer: Es kommt drauf an.

In diesem Artikel können wir dir nur sagen, auf was es ankommt. Du selbst musst die Puzzleteile am Ende zusammenfügen und dir deinen Karriereweg bahnen. Denn für allgemeingültige Ratschläge ist die Arbeitswelt mit ihren Milliarden von Möglichkeiten einfach zu komplex.

Trotzdem: Lass uns gemeinsam ins Denken kommen und überlegen, in welche Himmelsrichtung wir deine berufliche Karriere biegen – und ob sich der ganze Aufwand überhaupt lohnt.

Los geht’s!

Inhaltsverzeichnis

Jobwechsel? In der heutigen Zeit?

Gute Gründe, den Job zu wechseln (Welcher trifft auf dich zu?)

Beruflich neu ausrichten – aber in welche Richtung?

„Berufliche Veränderung“ oder „Beruflicher Neuanfang“?

Die ersten und größten Hürden für einen Berufswechsel

Wie geht man eine berufliche Veränderung überhaupt an?

SWOT-Analyse

Was interessiert dich denn?

Letztlich kann aber nur dein… entscheiden!

So funktioniert der Berufswechsel

Berufliche Veränderung: Wie schreibt man nochmal eine Bewerbung?

Jobwechsel? In der heutigen Zeit?

Job- und Arbeitgeberwechsel sind heutzutage in der Biografie absoluter Standard. 15 Jahre ohne Veränderung sind selten geworden und finden sich hauptsächlich in Generationen, die schon nicht mehr dabei sind oder bald aus dem Arbeitsmarkt austreten.

Der Trend zum Quereinsteiger, Branchenwechsler und Lebenskünstler zeigt sich schon von Anfang an – nämlich in den Studierenden, die sich immer häufiger und öfter entscheiden, doch nochmal etwas anderes zu studieren.

Doch auch für alle „Ausgelernten“ ist die berufliche Neuorientierung mehr als nur eine Seltenheit und wird immer häufiger auch mehrmals im Leben unternommen.

Warum der Wandel?

Weil folgender Glaubenssatz sich mittlerweile in der Gesellschaft tief verankert hat: Aus Angst vor seiner beruflichen Zukunft an einem Job festhalten, der einen unglücklich macht, ist auch nicht die Lösung!

Doch warum willst du den Job wechseln?

Gute Gründe, den Job zu wechseln

(Welcher trifft auf dich zu?)

Die Zeit der beruflichen Neuorientierung ist voller Zweifel. „Bin ich zu wählerisch?“ oder „Wo soll ich überhaupt anfangen?“ sind Dauerbrenner in solchen Umbruchszeiten.

Aber der Zweifel selbst ist ein guter Indikator, dass ein Wechsel für dich Sinn ergibt. Denn wenn du beruflich unzufrieden bist und das Gefühl hast, du brauchst eine Veränderung (egal welcher Art), dann wird dies meist auch stimmen!

Die berufliche Unzufriedenheit kann viele Gründe haben, von denen dir die meisten vielleicht gar nicht so präsent sind:

Stress mit dem Chef, der sich nicht ansatzweise um das Wohlergehen seiner Mitarbeiter kümmert.

Überlastung oder Unterforderung, wenn die Tätigkeit zu viel wird oder zu monoton ist.

Oder ein Betriebsklima, welches sich nur durch besondere Kälte und ein hohes Maß an passiver Aggressivität auszeichnet und vieles mehr.

Falls du aus Unzufriedenheit den Job wechseln möchtest, solltest du dich fragen, ob das gerade nur ein „temporäres Loch“ ist – also eine normale Schwankung im Verlauf des Arbeitslebens – oder ob die Störfaktoren schon länger wirken.

Denn im ersten Fall kann die berufliche Neuorientierung auch nach hinten losgehen.

Wenn du dir aber jahrelang – Tag für Tag – deinen Job schönreden musst, dann lohnt sich eventuell die Neuorientierung.

Natürlich kannst du auch anders motiviert werden: Durch mehr Gehalt, mehr Abwechslung, mehr Spaß am Leben. Einen neuen Wohnort, einen neuen Lebensstil, ein neues Hobby.

Oder willst du beruflich erfolgreich werden und die Karriereleiter erklimmen?

Doch wenn du auf diese Weise motiviert bist, weißt du wahrscheinlich eh schon, wohin die Reise gehen soll.

Beruflich neu ausrichten – aber in welche Richtung?

Wenn der Wunsch zur beruflichen Veränderung aufkeimt, ist er meist sehr vage.

Wenn du den Gedanken ernsthaft verfolgen willst, solltest du direkt konkretisieren und dich fragen: „Was genau will ich verändern?“

Wenn du deinen Chef nicht magst, dann achte beim nächsten Bewerbungsgespräch darauf, wer vor dir sitzt.

Wenn du dich von deinen Kollegen gestresst fühlst, brauchst du ein besseres Betriebsklima oder einfach mehr Zeit im Home-Office.

Wenn dir der Sinn in der Arbeit fehlt, dann begebe dich auf eine philosophische Entdeckungsreise.

Wenn du unterfordert/überfordert bist, suche dir einen Arbeitsplatz mit entsprechender Belastung.

Sei dir zuerst sicher, warum du dich beruflich neu orientieren willst. Sonst passiert es schnell, dass du nach einem Jahr in deinem neuen Job wieder nach etwas Neuem suchst.

 „Berufliche Veränderung“ oder „Beruflicher Neuanfang“?

Je nachdem, wie viel Unzufriedenheit in dir steckt und welche Möglichkeiten vor dir liegen, kann deine berufliche Renaissance unterschiedlich hart ausfallen.

Willst du dich nur leicht verändern oder brauchst du den totalen Neuanfang?

Die berufliche Veränderung ist die sanftere Alternative. Und damit ist sie deutlich erfolgsversprechender für die Erreichung deiner Ziele.

Auf der anderen Seite liegt der berufliche Neuanfang, bei dem du deine langjährig aufgebauten Fähigkeiten deiner alten Branche links liegen lässt und bei 0 startest.

Zugegeben: Viele Fähigkeiten sind branchenübergreifend und nützen dir auch weiterhin. Überzeugendes Präsentieren ist beispielsweise wie Fahrrad fahren – man verlernt es nie und man braucht es in jeder Branche.

Für welchen Weg du dich entscheidest, kannst nur du entscheiden. Du selbst musst die dschungelartige, immer komplexer werdende Arbeitswelt mit ihren unzähligen Möglichkeiten durchforsten.

Doch einen Hinweis können wir dir geben: Je dringender du etwas ändern willst, desto radikaler musst du vorgehen.

Juckt es nur ein bisschen? Dann schaue dich in deinem aktuellen Unternehmen nach neuen Möglichkeiten um.

Kannst du es wirklich nicht mehr ertragen? Ein Arbeitgeberwechsel klingt vielversprechender.

Deine Seele leidet unter Verbrennungen dritten Grades? Sag deiner Branche „Goodbye“.

Die ersten und größten Hürden für einen Berufswechsel

Auf die ersten Hürden der beruflichen Neuorientierung wirst du schon treffen, bevor du dir überhaupt sicher bist, wohin die Reise geht.

Neben der eigenen Unsicherheit trifft man auch auf die des gesamten persönlichen Umfelds. Jeder hat eine Meinung und keiner kann es abwarten, sie dir mitzuteilen.

Das Wichtigste also: locker sein und nichts überstürzen.

Je selbstbewusster du das gesamte Thema siehst, desto eher verstummen auch die guten Tipps der anderen. Wenn man merkt, dass du das Ruder in der Hand hast, gibt es keinen Grund mehr, dich mit Ratschlägen zu bombardieren.

Erst dann besteht Raum dafür, offen und zielstrebig zu diskutieren.

Wie geht man eine berufliche Veränderung überhaupt an?

Bevor wir uns dem Organisatorischen widmen, musst du herausfinden, welcher Job es denn werden soll.

Denn wie wir vorher schon gesagt: Wenn du nicht weißt, warum du dich beruflich neu definieren willst, dann wirst du altbekannte Leiden auch in deinem neuen Job wiederfinden.

Du musst also einen Job finden, der zu dir passt.

Doch wenn es so einfach wäre, dann würden wir alle mit Euphorie jeden Morgen den Blaumann überwerfen (oder die Krawatte schnüren).

Es braucht tatsächlich eine Wagenladung Gedankengut und einen gedanklichen Marathon, um sich selbst Klarheit über seinen Berufsweg zu verschaffen.

Deswegen schaue dir nicht nur die Wörter in diesem Text an, wenn du stattdessen auch die Übungen aktiv mitmachen könntest.

SWOT-Analyse

Ein Job, der zu dir passt, hängt von deinen Stärken und Schwächen ab.

Jeder kennt seine Stärken und Schwächen, die einen genau, die anderen eher vage. Die meisten von uns haben aber tatsächlich nur eine etwaige Vorstellung, was uns wirklich ausmacht.

Für mehr Klarheit gibt es die altbekannte SWOT-Analyse.

Zunächst schreibst du einfach alle Deine Stärken und Schwächen auf, die dir einfallen. Wenn du noch einen wichtigen Schritt weitergehen willst, kannst du mithilfe deines Umfeldes deine Liste erweitern.

Dann beziehst du deine Stärken und Schwächen auf Chancen und Risiken.

So ergeben sich 4 Felder:

1. Stärken und Chancen

2. Schwächen und Chancen

3. Stärken und Risiken

4. Schwächen und Risiken

Und damit bekommst du 4 Ansatzpunkte, dich selbst zu analysieren und deinen Weg zum neuen Job zu bahnen.

Die 4 Ansatzpunkte:

1. Aus welchen Stärken ergeben sich ungenutzte Chancen?

2. Welche Schwächen musst du eliminieren, um die Chancen zu nutzen?

3. Welche deiner Stärken minimieren Risiken? Wo kannst du hoch pokern?

4. Welche Schwächen erhöhen dein Risiko? Wie kannst du dies vermeiden?

Du kannst diese Übung auf 2 Arten nutzen: durchlesen oder durcharbeiten, wobei dir tatsächlich nur eine weiterhilft.

Was interessiert dich denn?

SWOT-Analysen für die Berufswahl? Da kann man sich doch gleich von einem Roboter zwangsverheiraten lassen!

Wenn dir bei dieser Methode die Leidenschaft fehlt, ist es an der Zeit, nun ja, deine Leidenschaften als Navigationshilfsmittel zu nutzen.

Aber auch die lassen sich in Listenform umsetzen.

Setze dir einen Timer auf 10 Minuten und schreibe ohne Unterbrechung alles auf, was dir im entferntesten Spaß macht.

Den Unsinn kannst du später aussortieren. Wenn du nämlich zu angestrengt drüber nachdenkst, hast du wahrscheinlich maximal 10 Sachen auf der Liste stehen.

Also: Schreib drauflos und hör erst auf, wenn die 10 Minuten um sind.

Letztlich kann aber nur dein … entscheiden!

Nicht nur nahezu, sondern wirklich JEDE Entscheidung trifft das Bauchgefühl. Nicht dein Lebenspartner, nicht dein rationaler Verstand und auch niemand anders.

Die Pro-und-Contra-Listen, die SWOT Analysen oder die Liste der Leidenschaft helfen dir nur, in den Denkprozess zu starten. Letztlich musst du dich aber irgendwann entscheiden – und das passiert immer auf Grundlage deiner subjektiven Neigung.

Selbst wenn du mit mathematischen Gleichungen alle Alternativen auf einer Bewertungsskala einordnest… wer hat die Bewertungen durchgeführt?

In anderen Worten: Hauptsächlich entscheidet dein Gefühl. Deine subjektive Meinung. Oder auch dein Unterbewusstsein.

Und falls jemand anderer (philosophischer) Meinung ist, dann können wir uns zumindest darauf einigen, dass das Bauchgefühl immer eine Rolle spielt.

Deswegen lohnt es sich, ein paar Nächte über solche Entscheidungen zu schlafen. Du musst dein Unterbewusstsein ein paar Tage (Wochen/Monate) mit diesen Gedanken beschäftigen, sodass du die optimale Grundlage für die bestmögliche Entscheidung hast.

Wenn du nicht so viel Zeit hast oder tatsächlich denkst, schon jetzt sehr genau zu wissen, was du machen willst, dann spring einfach direkt zur nächsten Überschrift.

Falls du dies weiterliest, können wir dich wirklich nur ermutigen, noch weiter und tiefer zu reflektieren. Denn die berufliche Veränderung ist eine der größten Unterbrechungen in deinem Leben – kaum etwas hat solch gigantische Auswirkungen auf deine Zufriedenheit wie das berufliche Leben, welches du jeden Arbeitstag 8 Stunden lebst.

Das soll aber nicht den Unmut über deinen Wandel verstärken. Gerade eine positive Einstellung ist enorm wichtig, damit dein Berufswechsel glatt läuft und du nicht direkt mit Burnout in deinen neuen Job startest.

Manche nutzen in solchen Zeiten positive Affirmationen, um sich der natürlichen Tendenz des Menschen, sich Sorgen zu machen, entgegenzuwirken. Viele kommen sich komisch vor, selbstbestärkende Sätze in ihren Gedanken zu wiederholen – sie machen es aber trotzdem.

So funktioniert der Berufswechsel

Je nach Ausmaß deiner beruflichen Revolution unterscheidet sich auch der notwendige Aufwand.

Wenn du nur deine Jobbezeichnung ändern willst, ohne Branche oder gar Unternehmen zu wechseln, reichen häufig schon ein paar interne (und externe) Bewerbungen.

Soll der Sprung doch etwas weiter ausfallen, wirst du um Fortbildungen meist nicht herumkommen. Doch die Weiterbildung neben dem Beruf wird sowieso zur Normalität. Kein Grund also, die Contra-Liste zu verlängern.

Willst du einen kompletten beruflichen Neuanfang, kann eine Umschulung die richtige Alternative sein.

Berufliche Veränderung: Wie schreibt man nochmal eine Bewerbung?

Du willst loslegen und deine ersten Bewerbungen in die Welt verschicken? Kein Problem, allerdings solltest du vorher noch unseren Blog durchkämmen und jegliche Tipps rund um den Bewerbungsprozess abstauben.

Außerdem kannst du bei unseren Job-Angeboten vorbeischauen. Wenn etwas für dich dabei ist, sparst du dir durch unseren einfachen Bewerbungsprozess die halbe Recherche!

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