telefonisches Gespräch

Telefoninterview meistern: 7 Tipps für das telefonische Bewerbungsgespräch

Das Telefoninterview stellt keinen Ersatz für das normale Vorstellungsgespräch dar, wird aber immer häufiger als Vorstufe zur schnellen und einfachen Aussortierung der Bewerber genutzt. Das persönliche Vorstellungsgespräch erfolgt erst in der nächsten Runde. Bis dahin ist der Bewerberpool noch recht groß, und es wird deutlich schneller und rigoroser aussortiert.

Entscheidend ist, im telefonischen Bewerbungsgespräch von Beginn einen guten Eindruck zu vermitteln. Im Telefoninterview wirken psychologische Verzerrungen stärker, da der Auswahlprozess noch recht unreflektiert läuft. 

Bei dem Interview über das Telefon reduziert sich der Kommunikationskanal auf den Ton - daher ist es umso wichtiger, was und wie du etwas sagst!

Je nach den persönlichen Stärken hat das Telefoninterview Vor-, bzw. Nachteile. Wenn du der extrovertierte Networking-Performer bist, kannst du deine Stärken kaum ausspielen. Ruhigere und sachlichere Personen, die in normalen Vorstellungsgesprächen häufig untergehen, können im Telefoninterview dafür umso mehr punkten.

Für alle gelten aber gleiche Grundprinzipien; wenn du diese beherzigst, stehen die Chancen auf ein Auge-in-Auge-Gespräch gut.

Tage vor dem telefonischen Bewerbungsgespräch

Auf ein telefonisches Bewerbungsgespräch solltest du dich genauso vorbereiten, wie auf ein normales Bewerbungsgespräch.

Überlege dir im Vorhinein deine Antworten auf Standardfragen. Lerne auch deinen Lebenslauf auswendig - um nicht erst überlegen zu müssen, wo du vor 2 Jahren eigentlich gearbeitet hast.

Ein Telefoninterview stellt eine schnelle Methode dar, Unklarheiten aufzudecken. Überlege dir im Vorfeld, wo deine Schwachstellen liegen (beispielsweise eine Lücke im Lebenslauf), und halte entsprechende Antworten parat.

Recherchiere ausgiebig das Unternehmen, auf dessen Arbeitsplatz du dich bewirbst. Wofür steht das Unternehmen, was für Ziele verfolgt es, mit welchen Werten vermarktet es sich? Wenn du deinen Gesprächspartner schon kennst, binde ihn in deine Recherche mit ein. Es hilft zu wissen, wer die Person am anderen Ende der Leitung eigentlich ist.

Manchmal überlegen sich Unternehmen, dass ein Überraschungsanruf besonders sinnvoll ist. Da du dich auf diesen natürlich nicht vorbereiten kannst, solltest du auf jeden Fall vermeiden, darauf einzusteigen. Entschuldige dich, dass du gerade keine Zeit hast, und vereinbaren einen Ersatztermin (auf den du dich auch einstellen kannst).

Direkt vor dem Gespräch

In 20 Minuten startet das Interview, und du kannst dein Herz schon pumpen hören. Wie verbringt man die letzten Minuten am besten vor einem solch entscheidenden Moment?

Zunächst solltest du aus deiner Jogginghose heraus und dich so anziehen, dass du bei dem Blick in den Spiegel keinem Arbeitslosen gegenüberstehst. Der Personaler kann dich zwar nicht sehen, aber:

Unsere Kleidung wirkt sich direkt auf unser Selbstbewusstsein aus, und dieses fließt – durch die Stimme und das Telefon – direkt zu der Person, die über deine Zukunft entscheidet.

Dann kannst du deine Stimme auf das möglicherweise längere Telefonat vorbereiten, bzw. aufwärmen. Denn selten sprechen wir für längere Zeit so intensiv, vor allem unter diesen aufregenden Bedingungen. Dafür musst du keine komischen Logopädie-Übungen machen (kannst du aber!), es reicht normales reden, singen oder ein belebender Schluck Whiskey.

Ein längeres Telefonat wird zur Durststrecke, wenn das Wasser fehlt. Stelle dir ein Glas (oder eine Flasche) parat, um nicht während des Telefonats durch deine Wohnung rennen zu müssen.

Stelle noch sicher, dass du nicht abgelenkt werden kannst, der Geschirrspüler nicht gleich fertig ist (und im 5 Minuten Takt sein Tonsignal abgibt), und dass du nicht ständig von deiner Mutter angerufen wirst (nach dem Telefoninterview kannst du ihr dann direkt Bescheid geben).

Während des Gesprächs

Das Interview startet, und damit startet - wie bei einem normalen Bewerbungsgespräch - der Smalltalk. Auch beim Telefoninterview gehört er dazu. Du kannst dir auch vorher schon überlegen, was du sagen kannst. Oder du bleibst spontan.

Dann solltest du beim Sprechen deine Worte mit Körpersprache untermauern, auch wenn dein Gesprächspartner diese nicht sieht. Aber spüren tut er sie trotzdem: Wenn du beispielsweise gerade sitzt, sprichst du selbstbewusster. Deine erklärenden Handbewegungen, dein Lächeln und deine Mimik helfen dir, dass du authentisch und kraftvoll rüberkommst!

Manchmal wechselt dein Gesprächspartner plötzlich die Sprache, und du hörst irgendeinen englischen Kauderwelsch. Dies ist eine einfache Methode, um deine Englisch-Kenntnisse zu prüfen; aber auch zu sehen, wie schnell du dich an plötzliche Veränderungen anpassen kannst. Wenn du dies im Hinterkopf behältst, kannst du nicht aus dem Konzept gerissen werden und deine Englisch-Performance wird dir deutlich leichter fallen.

Wenn alles gut gelaufen ist, wirst du zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch eingeladen (oder noch besser: Du hast den Job!). Meistens wird dir dies aber nicht direkt im Anschluss zu dem Gespräch mitgeteilt.

Wenn du noch keine Antwort bekommen hast, zerbrich dir bloß nicht den ganzen Tag den Kopf über deine Performance. Freue dich lieber, dass du dein Telefoninterview erfolgreich bis zum Ende durchgeführt hast!

Blog-Kategorien durchsuchen

ICH MÖCHTE MEHR INFOS ERHALTEN

Du möchtest mehr über unsere Agentur erfahren, hast allgemeine Fragen zum Bewerbungsprozess oder möchtest dich von Experten beraten lassen, wie du deinen perfekten Job in Berlin finden kannst? Einfach das Formular ausfüllen und wir melden uns bei dir!